«Ceci n‘est pas une pipe» In meinen Bergpanoramen erschaffe ich mir meine Berge unter meinen eigenen Himmeln, die im Lauf der Tage und Jahreszeiten oft von Augenblick zu Augenblick einmal federleicht, einmal
dunkel und schwer, einmal voller Kontraste und einmal so fein ziseliert wie die feinsten Gold- und Silberarbeiten
eines Handwerksmeisters auf Erden unten erscheinen. Indem diese Berge und Himmel zwischen Strukturbild und wissenschaftlich hyperrealistischer Sachaufnahme osziliieren, lassen sie uns die Welt mit anderen Augen sehen.
Noch expliziter spielen meine Spiegelungen mit den Sehgewohnheiten des Alltags. Oben und unten, hinten und
vorn vertauschen die Plätze und stellen Bild und Abbild in Frage, so wie wir das jeden Morgen beim Blick in den Badezimmerspiegel erleben. Wer weiss, wohin uns die Erkenntnis im Lauf der Arbeit noch führt.
Nicht, dass sich jemand leichthin mit einer Pfeife verwechselt. Doch seit René Magrittes Bild einer Pfeife hat die Fotografie der Megapixelinflation Abstraktion und Gegenstand einander noch täuschender ähnlich gemacht. Und mindestens so unbedingt bleibe ich mir als Fotograf unbedingter bewusst, dass meine Arbeit entsteht, wo sich die Dinge stossen im Raum. Kein Packshot ohne Objekt im Studiolicht; keine Reportage ohne die Unberechenbarkeit spontan agierender Menschen im Spiegel; keine Naturaufnahme ohne Wind und Wetter draussen in der Auseinandersetzung mit den vier Elementen.

Ausstellungen
Neiges d'Antan Schnee ist vergänglich – weitere Infos photo17
Farbwechsel – die Schwebe zwischen Winter und Frühling – weitere Infos photo16
14 Churfirsten und andere fotografische Spiegelungen – weitere Infos photo15

Publikationen
Fotobuch «bergüber – Alpenpanoramen in ihrer symmetrischen Verdoppelung», Benteli Verlag www.bergüber.ch